Pfarrei und Gemeinde sagen Vergelt’s Gott

03.09.2020

Ein „Vergelt’s Gott“ in Wort und Bild erhielt Pfarrer Bernd Kasper (2. von rechts) beim Abschlussgottesdienst in Unterdietfurt mit Mitzelebrant Pater Michael (rechts) auch von Bürgermeister Bernhard Blümelhuber und ehemaligen Vorsitzendenden des Pfarrgemeinderates Kurt Wasmeier (von links).

„Es sei ein besonderer Tag“, so Pater Michael in seinen Begrüßungsworten zum Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Bernd. Es heiße Abschied zu nehmen vom langjährigen Seelsorger der Pfarrei. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Franziska und Hans Hitzenberger sowie Richard Hofbauer. Mitzelebrant war Pater Michael. Die Lesungen übernahm Eva Steingasser. Der Pfarrgemeinderat hatte den ehemaligen Vorsitzenden Kurt Wasmeier gebeten, zum Abschied ein paar passende Worte zu finden, da er Bernd Kasper die längste Zeit seines über 10-jähirgen Wirkens in der Pfarrei begleiten durfte. Er möchte keine umfassende Aufzählung der wichtigsten Ereignisse der letzten 10 Jahre bringen, das könne er auch nicht. Er bedankte sich dafür, dass er stets für alle ein offenes Ohr hatte, dass er uns sozusagen durch das ganze Leben begleitet hat, in den schönen Momenten der Feier, der Sakramente, aber auch in den schwierigen Situationen, wenn Sorgen und Trauer das Leben bestimmten. Er wünschte ihm im Namen des Pfarrgemeinderates für seine neue Aufgabe im Pfarrverband Bad Füssing alles Gute und Gottes Segen.

„Es ist ein trauriger Moment für mich“, so Pater Michael. Bei dieser Gelegenheit möchte er seinem Pfarrer Bernd Kasper ein großes Lob aussprechen. „Ich hatte nie das Gefühl gehabt, dass er ein Chef für mich war. Vielmehr war er wie ein Freund oder ein liebender Bruder. Ich hatte einige wundervolle Eigenschaften in seiner Persönlichkeit bemerkt.“ Zuallererst seien es seine Sanftmut sowie sein korrektes Verhalten besonders wert erwähnt zu werden. Zweitens sind ihm seine Bereitschaft, für sein Volk als guter Hirte verfügbar zu sein und sogar auf seine persönliche Müdigkeit oder Erschöpfung zu verzichten hoch anzurechnen. Als weitere wundervolle Charaktereigenschaften nannte Pater Michael seine Sorge, sein Respekt und sein Umgang mit Kindern sowie seine musikalischen und schauspielerischen Talente.

„Wer kennt sie nicht, die Erzählungen von „Don Camillo“ und „Peppone“, die Geschichten von dem Pfarrer und dem Bürgermeister, die fast täglich einen Streit austragen. Würde man versuchen derartige Geschichten bei uns an der Rott, in unserem schönen Unterdietfurt zu verfilmen, so müssten ein Drehbuchautor oder ein Regisseur ganz bestimmt unverrichteter Dinge wieder abziehen“, so Bürgermeister Bernhard Blümelhuber einleitend. Mit diesem Vergleich möchte er exakt das Gegenteil hervorheben. In den 10 Jahren des Wirkens von Pfarrer Bernd Kasper in Unterdietfurt hat es keine Unstimmigkeiten oder Streitigkeiten gegeben. Vielmehr war die Zusammenarbeit mit ihm geprägt von gegenseitigem Respekt und von einem guten Miteinander. Er listete dann die vielen Vorhaben und Maßnahmen auf, die im Zusammenwirken von Gemeinde und Kirche verwirklicht werden konnten. Zum Abschied und als Zeichen der Dankbarkeit übereichte der Bürgermeister ein Geschenk und einen Gutschein.

Zum Abschluss des festlichen Gottesdienstes sprach Pfarrer Bernd Kasper allen seinen Dank für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung aus. Im Anschluss fand dann die weltliche Abschiedsfeier im Gasthaus Huberwirt statt. Mit einem Gedicht verabschiedeten Mesnerin Reserl Niederer und Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung den von allen Seiten gelobten Geistlichen. Ebenso wurde das Geschenk der Pfarrgemeinde überreicht. Verse vom Idealbild eines Pfarrers trug noch Kurt Wasmeier vor. Dankesworte und Präsente gab es von den Vereinen und Organisationen der Pfarrei für den scheidenden Pfarrer.