Bauhof statt Lagerhaus - Gemeinderat entscheidet sich für "zweite Wahl" als neuen Standort

05.01.2018

Nach Abbruch des alten Raiffeisensilos mit Lagerhalle soll hier der neue Bauhof entstehen.

Beherrschendes Thema in der Jahresschluss-Sitzung des Gemeinderats war der Standort des neuen Bauhofs. Auf Wunsch der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung soll der Bauhof ausgelagert werden, informierte Bürgermeister Richard Schneider zu Beginn der längeren Aussprache.

Trotz fast einjähriger Suche habe die Gemeinde kein geeignetes Grundstück erwerben können, bedauerte Schneider. Daher entschied sich der Gemeinderat nach längerer Diskussion über Alternativlösungen bei drei Gegenstimmen für den Verbleib des Bauhofes im Ort. Der Neubau soll nun auf der Nordseite der Raiffeisenstraße erfolgen, da dieser Bereich bereits gewerblich genutzt wird. Im Gegenzug werde die Fläche auf der Südseite frei. Dort könnte sich nach Vorstellung der Teilnehmergemeinschaft ein Nahversorger niederlassen.

Der Erlass einer neuen Ausbaubeitragssatzung stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Der Gemeinderat hatte bereits im November entschieden, das System einmaliger Straßenausbaubeiträge beizubehalten. Die derzeit geltende Satzung werde durch eine Neufassung nach dem vom Gemeindetag herausgegebenen Muster ersetzt.

Bürgermeister Richard Schneider schlug vor, es wie auch bei der Erschließungsbeitragssatzung bei einem Mindestsatz von 20 von Hundert für den obligatorischen Gemeindeanteil zu belassen. Aus dem Gremium kam der Vorschlag, den Gemeindeanteil für Maßnahmen an den Ortsstraßen auf 30 v. H. zu erhöhen. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung, so dass die Regularien zur Erhebung von einmaligen Beiträgen zur Deckung des Aufwands für die Herstellung, Verbesserung oder Erneuerung von Straßen, Wegen, Plätzen und Parkplätzen eine Neufassung erhalten.

Erteilt hat der Gemeinderat die Aufträge zur Beschaffung eines LF 20 für die Feuerwehr Unterdietfurt. Mit der Lieferung des Fahrgestells und dem Ausbau beauftragte das Gremium die Firma Magirus in Ulm zum Angebotspreis von 303350 Euro. Der Auftrag für die Beladung des Fahrzeugs ging an die Firma Sturm Feuerschutz in Regen zum Angebotspreis von 39436 Euro.

Laut Beschluss des Gemeinderats wird im Rahmen der sogenannten Bündelausschreibung "Normalstrom" zur Energieversorgung bezogen.

Bürgermeister Richard Schneider informierte die Gemeinderäte ferner, dass es eine unerwartete Kassenprüfung für das Jahr 2017 gegeben habe. Zu Beanstandungen sei es nicht gekommen. In diesem Zusammenhang hob der Bürgermeister die sehr gewissenhafte Arbeit von Kassenverwalterin Veronika Strobl heraus. Der Gemeinderat nahm vom Ergebnis der Prüfung Kenntnis.

Wieder einmal ging es um den Ausbau einer Hofzufahrt in Handloh. Nach längerer Diskussion beschloss das Gremium, diese Maßnahme nicht durchzuführen. Grund dafür seien die hohen Kosten für die Kommune.

Für die Nutzung der Leerrohre in der Straße von Neuaich nach Huldsessen für den Breitbandausbau legte der Gemeinderat einen einmaligen Preis von 8500 Euro fest.